Ziel ist ein Comeback 2008



05-Abwehrspieler Rose nach erneutem Mittelfußbruch wieder guter Dinge

Ein Mittelfußbruch am 9. Juli 2007. Ein Innenbandanriss am 11. Mai 2008 und jetzt wieder ein Mittelfußbruch am 20. September 2008, der erneut operiert werden musste: Marco Rose, Linksverteidiger des Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05, ist der große Pechvogel des Klubs.

Wie ist ihr Gemütszustand, Herr Rose?
Rose: Eigentlich ganz gut. Die ersten zwei Tage nach der Aktion waren heftig. Und direkt nachdem es passiert ist, habe ich schon ein paar Tränen in der Kabine verdrückt. Doch ich habe eigentlich nie gedacht, dass es nichts mehr werden könnte. Nach den ersten Tagen habe ich angefangen zu rechnen, wann ich wieder laufen, wann ich wieder gegen den Ball treten könnte. Ich habe einen Zeitplan aufgestellt. Ob dieser allerdings aufgeht, kann ich nicht sagen.

Wie sieht der Zeitplan aus?
Rose: Ich will 2008 auf jeden Fall noch einmal mit der Mannschaft trainieren. Ob es dann ein, zwei Wochen sind, muss man sehen. Ich will in diesem Jahr noch einmal richtig gegen den Ball treten, damit ich mit einem guten Gefühl ins Trainingslager im Januar starten kann.

Fühlen Sie sich vom Pech verfolgt?
Rose: Ich war deshalb so traurig, weil ich mich ja gerade erst wieder rangekämpft hatte. Ich stand zwei Mal im Kader, nachdem ich auch Spiele mit der Regionalliga-Mannschaft absolviert hatte. Und ich spürte auf einmal die Lockerheit in den Beinen, die ich brauche. Ich habe Bälle im Training wieder richtig antizipiert. Ich war dran im Duell mit Peter Van der Heyden. Und dann das. Ich wusste sofort, dass der Knochen wieder gebrochen war. Die dritte schwere Verletzung in Folge. Das kann einen schon ein bisschen mürbe machen.

Beunruhigt Sie, dass die gleiche Stelle im Fuß in Mitleidenschaft gezogen wurde wie 2007 im Testspiel gegen Hajduk Split?
Rose: Ich habe den Operateur gefragt, ob es etwas ausmacht, dass es sich prinzipiell um die gleiche Stelle handelt. Er sagte nein, konnte sich aber auch nicht erklären, warum es noch mal passierte, weil der Knochen top aussah. Die Operation war dieselbe bis auf die Tatsache, dass die eingesetzte Schraube etwas länger ist als im Vorjahr. Ich werde künftig aber auf jeden Fall einiges dafür tun, damit es nicht noch einmal passiert. Ich werde die Schuhe wechseln und Einlagen tragen.

Können Sie zurzeit irgendetwas in punkto Krankengymnastik unternehmen?
Rose: Nein. Der Fuß liegt in einem Gipsschuh, der Tag und Nacht dranbleiben soll. In 14 Tagen fahre ich wieder nach Straubing zum Operateur. Dann legen wir die nächsten Schritte fest.

Hilft es, dass sie zumindest die Rehabilitation vergleichen können?
Rose: Ja. Ich kann abschätzen was passiert, wie schnell alles geht.

Aristide Bancé wünschte Ihnen in einem Interview mit uns spontan alles Gute. Solche Reaktionen dürften gut tun.
Rose: Das Feedback, das ich bislang erhalten habe, hat mir unheimlich weiter geholfen. Der Trainer hat sich sofort nach mir erkundigt. Das hat mich sehr gefreut. Genauso die Aktion von Bancé, die Anrufe und SMS-Nachrichten der anderen Kollegen, Vereinsmitarbeiter und die vielen Einträge auf meiner Homepage. Das spricht für das Team, für diesen Verein, für die Fans.

Sie dürften die jüngsten Erfolge am Fernsehapparat verfolgt haben. Wie schätzen Sie diese ein?
Rose: Die Jungs machen ein tollen Job. Das macht es mir leichter. Denn ich trete ja normalerweise eher aufs Tablett, wenn es mal nicht so läuft. Wir haben zu Saisonbeginn in der Defensive ein paar Probleme gehabt, doch die Entwicklung des Teams ist überragend. Zwei Spiele in Folge zu Null, so kann es weiter gehen.

Das Gespräch führte Jens Grützner

(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
   
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