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Noch fünf Spiele bis zum neuen Vertrag
Marco Rose steht bei Mainz 05 vor Verlängerung, doch das ist für den Verteidiger Nebensache
Vom 08.02.2007
Die Stimme klingt noch etwas rau, aber am Mittwoch beim Trainingsspiel elf gegen elf konnte Marco Rose schon wieder kräftig mitmischen. Alles spricht dafür, dass der Linksverteidiger dem Fußball-Erstligisten FSV Mainz 05 am Samstag (15.30 Uhr) gegen Energie Cottbus nach überstandener Grippe wieder zur Verfügung steht.
Von Ulrich Gerecke
Sollte es so kommen, wäre es für Marco Rose der 16. Einsatz in der laufenden Spielzeit, und sobald er in dieser Kategorie die 20er-Marke erreicht hat, verlängert sich der im Sommer auslaufende Vertrag des 30-Jährigen automatisch um ein weiteres Jahr - egal, ob Mainz 05 die Klasse hält oder nicht. "Aber das alles ist für mich momentan eigentlich nicht so wichtig", versichert Rose im AZ-Gespräch. "Wichtig ist, dass wir im Sommer gut dastehen. Dann entwickeln sich viele Dinge ganz von allein."
Dennoch hat sich der zum Führungsspieler gereifte Sachse schon so seine Gedanken gemacht. In Mainz hatte er zuletzt zwei Mal mit kürzeren Laufzeiten abgeschlossen, aber jetzt sei er in einem Alter, in dem er gern "etwas Längerfristiges machen möchte". Das kann in Mainz sein, eventuell aber auch woanders - und das hängt gar nicht so sehr mit dem Ausgang des 05-Abstiegskampfes zusammen. "Die Liga ist für mich nicht so wichtig", sagt Rose. "Ich kann mir gut vorstellen, in Mainz zu verlängern. Im Moment fühle ich mich hier pudelwohl und habe einen guten Stand beim Verein und bei den Leuten." Aber gerade er, der vor gut einem Jahr in Mainz schon fast als aussortiert galt, hat sich mittlerweile daran gewöhnt, wie schnelllebig das Geschäft ist. "Im Fußball weiß man nie." Auch einen Abstecher ins Ausland will er nicht völlig ausschließen.
Kämpfen wie Cottbus. Doch wie gesagt: "Das ist jetzt nicht das vorrangige Thema." Vorrangig ist Cottbus, und gegen den FC Energie haben die 05er nach der 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel - einem sportlichen Tiefpunkt der Hinserie - noch etwas gut zu machen. Nach dem Hinspiel im vergangenen September hatte sich Rose wie viele Kollegen über die harte Gangart und die Beton-Strategie der Lausitzer mokiert. Mittlerweile hat sich seine Meinung diesbezüglich "entschärft": "Die Jungs haben danach viele Spiele richtig verdient gewinnen und dazu ordentlichen, guten Fußball gespielt. Cottbus kämpft um diese Liga, wir müssen es genauso machen."
Allerdings sollten die wieder erstarkten Mainzer sich am Samstag auch nicht zu sehr am Gegner orientieren oder das Duell mit dem Tabellenzwölften gar zum "Schicksalsspiel" überhöhen. "Wir haben in der Rückrunde 17 Schlüsselspiele", erinnert Rose. "Wir haben in jedem Spiel in der Pflicht gestanden und so ist es am Samstag auch. Cottbus ist nicht weniger wichtig als alle Spiele, die schon waren oder die noch kommen." So lange man so auftrete wie in den letzten Wochen - "mutig und kompakt" - brauche man sich vor Cottbus sicher nicht zu verstecken.
"Die letzten 14 Tage waren sehr erfreulich", meint Rose. Bis eben auf seine persönliche Pechsträhne. Im Spiel beim VfL Bochum musste er mit einer Oberschenkelzerrung passen, dann setzte ihn die Grippe außer Gefecht. "Die Nase ist noch ein bisschen zu, aber ich bin ganz optimistisch", sagt der gebürtige Leipziger. Dass er in Bochum schon beim Aufwärmen ein leichtes Zwicken im Muskel verspürte, aber nicht Bescheid gesagt hatte, habe ihm Mannschaftsarzt Dr. Klaus Gerlach mittlerweile übrigens "verziehen": "Er hat zu mir gesagt, ich hätte mich fast professionell verhalten." Denn schließlich nutzte Marco Rose die Zeit zwischen Zwicken und endgültigem Aus ja, um noch schnell das Tor zum 1:0-Sieg zu markieren. Auch wieder ein gutes Argument für eine Vertragsverlängerung.
(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
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