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Mittelfußbruch: Rose fällt länger aus
Heute fällt Entscheidung, ob Operation nötig ist / Klopp: "Haben auch andere Spezialisten"
Das Wetter spielte leidlich mit beim offiziellen Fototermin des Fußball-Zweitligisten FSV Mainz 05. Knapp eine halbe Stunde nach dem ursprünglich geplanten Termin schloss der Himmel seine Schleusen, die Fotografen konnten zur Tat schreiten - und auch Marco Rose ablichten, der trotz eines Mittelfußbruches anwesend war.
Von Roland Hessel
Während sich seine Mannschaftskameraden schon auf dem Rasen tummelten, wartete Linksverteidiger Marco Rose lieber sitzend vor der Mannschaftskabine darauf, dass es wirklich los ging. Verständlicherweise, schließlich war der 30-Jährige mit zwei Krücken und einem dicken Verband um das rechte Bein "bewaffnet."
"Es gab ein Stechen im Fuß, und es hat auch geknackst", berichtete Rose von dem Zweikampf im Testspiel gegen Hajduk Split, in dem nach einer Viertelstunde das Malheur passierte. "Als ich wieder aufs Feld kam, habe ich schnell gemerkt, dass da nichts mehr geht." Noch am Montagabend wurde Rose in die Uni-Klinik gebracht. Die dortige Untersuchung ergab: Der Abwehrspieler hat sich den äußeren Mittelfußknochen im rechten Fuß gebrochen. Heute begibt sich der 30-Jährige zum Fußspezialisten Dr. Thomas Buchhorn nach Straubing. Sollte eine Operation nötig sein, wird diese schon am Donnerstag durchgeführt.
"Es gibt Schlimmeres", zuckte Rose mit den Schultern und verwies darauf, dass er nach seinem Kreuzbandriss im Jahre 1998 relativ verletzungsfrei gewesen sei. "Und jetzt dauert´s halt ein bisschen länger, bis ich wieder mitmachen kann", wollte er sich auch gar nicht intensiv mit der möglichen Dauer seines Ausfalles beschäftigen. "Da habe ich jetzt schon so viele Varianten gehört, da warte ich jetzt einfach ab."
Für seinen Coach Jürgen Klopp macht es indes schon einen Unterschied. "Der Zeitraum, den Rose ausfällt, ist nicht ganz unwichtig", so der 05-Trainer: "Zumindest wissen wir morgen Vormittag, ob er operiert werden muss." Wer den Stammspieler der letzten Erstliga-Saison ersetzen soll, darüber wollte Klopp nicht allzu viel sagen. "Wir haben da schon einige Spezialisten." Neben "Neu-Profi" Stefan Markolf seien dies auch Rechtsverteidiger Christian Demirtas, der schon einmal links ausgeholfen hatte, oder auch Mario Vrancic, der dies im Training schon gespielt habe. "Auch Elkin Soto kann da spielen, der kann überall spielen", grinste der 40-Jährige.
Erster Kandidat dürfte jedoch tatsächlich Markolf sein. Der 23-Jährige, der vom Oberliga-Team nach oben gezogen wurde, ist gelernter Linksverteidiger. Und er ist bereit, seine Chance zu nutzen. "Ich will ja jederzeit dem Trainer zeigen, dass ich bereit bin und dass auf mich Verlass ist. Dass ich jetzt so vielleicht meine Chance bekomme, ist allerdings nicht so schön. Ich hätte mir viel lieber den sportlichen Wettkampf gewünscht und wünsche Marco alles Gute und schnelle Genesung."
(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
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