|
 |
Nachgefragt bei Marco Rose
Frust sorgt für die unfreiwillige Pause
Marco Rose sieht seine fünfte Gelbe Karte
Für Linksverteidiger Marco Rose war die Partie gegen Bielefeld in vielerlei Hinsicht denkwürdig. Zunächst kassierte der 30-Jährige in der 39. Minute seine fünfte "Gelbe", was zur Pause in Bremen führt. Ab der zweiten Halbzeit verlängerte sich dann der Vertrag um ein Jahr - der 20. Einsatz mit mehr als 46 Minuten war perfekt.
Herr Rose, sie haben kurz vor der Pause ihre fünfte Gelbe Karte kassiert. Und dies wegen Meckerns. Ärgern Sie sich mächtig?
Rose: Das schon, aber der Frust musste einfach raus.
Sie hadern mit Schiedsrichter Fleischer?
Rose: Der hat doch vorher schon 50 kleine Fouls gepfiffen, die du in der C-Jugend nicht pfeift, und dann diese Freistoß-Entscheidung.
Was war da genau?
Rose: Böhme führt schnell aus, um uns zu überraschen und für seine Mannschaft einen Vorteil zu bekommen. Doch der Ball kommt zu uns, und der Schiedsrichter lässt den Freistoß wiederholen. Das ist, wie ein Elfmeter, den du vergibst und du darfst dann noch mal.
Grund genug, sich so aufzuregen?
Rose: Das ist einfach kurz aus mir rausgesprudelt und immer noch besser, als vor lauter Ärger einen umzutreten.
Was Positives gab es dann zu Beginn der zweiten Halbzeit, mit der sich ihr Vertrag um ein Jahr verlängerte.
Rose: Ich habe immer gesagt, dass ich mich in Mainz sehr wohl fühle. Deshalb freut mich das natürlich auch. Aber ich bin jetzt auch 30 Jahre alt und will im Sommer definitiv etwas längerfristiges machen. Vielleicht sogar bis zum Karriereende. Deshalb werden wir demnächst hier in Mainz Gespräche führen.
Noch mal zurück zum Spiel: Einfach war´s nicht gerade, oder?
Rose: Jeder hat´s gewusst und jeder hat´s gesehen, wie kompakt die Bielefelder stehen. Aber wir haben das recht ordentlich gemacht, wenig zugelassen und uns gute Chancen erspielt. Unterm Strich haben wir verdient gewonnen.
...und drei eminent wichtige Punkte geholt.
Rose: Absolut. Wir haben jetzt 19 Punkte aus sieben Spielen geholt. Das ist überragend. Wenn wir dieses Gefühl nicht in die nächsten Spiele nehmen, dann sind wir selbst schuld.
Das Gespräch führte Roland Hessel
(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
|
|
|
|