"Werden Spiel knallhart analysieren"



05-Verteidiger Rose sieht nach Heimpleite gegen Aachen keinen Grund zur Schwarzmalerei


Vom 17.10.2006


Mit sieben Punkten aus den ersten sieben Spielen ist der Rundenstart des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 nur mäßig ausgefallen. Zu den wenigen Lichtblicken gehört Linksverteidiger Marco Rose, der sieben Mal in der Startformation stand, der den bisher besten AZ-Notendurchschnitt aufweist und der beim 1:3 gegen Aachen sein erstes Saisontor erzielte.


Von Roland Hessel


Für den 30-Jährigen eine fast normale Geschichte. "Ich bin gut drauf und versuche das auch umzusetzen. Ich habe derzeit ein gutes Selbstvertrauen und nehme das Lob natürlich jetzt mit. Mehr aber auch nicht." Schließlich ginge es nur um die Mannschaft und um den Erfolg. "Wenn ich das nächste Mal schlechter spiele und wir dann gewinnen, ist es mir auch recht."


Rose, in der fünften Saison ein Mainzer, weiß aber auch, dass zwar nicht für ihn, aber sicherlich für die Mannschaft die Heimpleite gegen den Aufsteiger zum bisherigen Tiefpunkt der noch jungen Saison geworden ist. "Wir sind alle unglücklich, richtig enttäuscht und sauer. Das wurde schon am Freitag nach dem Spiel in der Kabine deutlich", berichtet der Sachse, der aber gar nichts davon hält, den Kopf jetzt in den Sand zu stecken. "Natürlich geht es weiter, und wir lassen uns jetzt kein Abstiegsgespenst einreden. Dass es nur um den Klassenerhalt geht, war uns von vornherein klar."


Warum es gerade gegen den Neuling nicht klappte, dafür, so Rose weiter, gibt es viele Gründe, die "wir auf jeden Fall bei uns selbst suchen müssen." Wie schon beim 1:1 gegen Hertha BSC Berlin sei seine Mannschaft nach einer Führung ein bisschen passiv geworden. "Es ist, als hätten wir dann schon etwas erreicht und könnten durchatmen." Die Konzentration lasse dann nach, es fallen unglückliche Gegentore. "Und dann läuft ein Spiel genauso wie das gegen Aachen gelaufen ist."


Dennoch: Alarmstimmung sei fehl am Platz. "Wenn wir ein Einstellungsproblem hätten, dann müssten wir uns auch sagen lassen, dass die Situation dramatisch sei. Aber das sind alles Sachen, die sich abstellen lassen", führt der Linksfuß weiter aus: "Die Leute können sich sicher sein, dass wir auch dieses Spiel knallhart analysieren werden." Schließlich sei sich die Mannschaft intern einig. "Es herrscht eine gute Stimmung im Team, und wir haben oft genug bewiesen, dass wir stark genug sind, um aus solchen Situationen wieder rauszukommen." Dafür, appelliert der 30-Jährige auch an die Fans, müssen alle kämpfen. "Man darf den Blick für die Realität nicht verlieren. Die meisten Leute in Mainz wissen das auch, und unser Anhang war trotz der Niederlage klasse", sieht Rose keinen Grund zur Schwarzmalerei. "Auch in den beiden ersten Erstligajahren hatten wir solche Phasen. Es liegt nur an uns, dies wieder zu ändern."




(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
 
 
   
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