Selbst Marco Rose ist etwas überrascht



Elfmeter zum 1:1 bringt Götz zum Schäumen


In der Pressekonferenz hatte Hertha-Trainer Falko Götz die Contenance wieder gefunden. "Der Elfmeter ist fragwürdig. Er hat das clever gemacht, aber das war sehr ärgerlich", kommentierte der Berliner den Wendepunkt beim 2:1-Erfolg des FSV Mainz 05 im Olympiastadion in der 53. Minute, als sich der Mainzer Marco Rose zwischen den Berlinern Arne Friedrich und Mineiro hindurch in den Strafraum zwängte und stürzte. Schiedsrichter Peter Sippel pfiff Elfmeter, Mohamed Zidan traf zum 1:1 und so nahm dieses Fußball-Bundesligaspiel einen völlig anderen Verlauf.


Kurz vor dem Tete-a-tete mit den Printmedien hatte Götz noch richtig geschäumt, sprach vor Fernsehkameras von einer "absoluten Sauerei" und einer "klaren Schwalbe". Im offiziellen Teil der Pressekonferenz beschränkte er sich auf die Klage, die fragliche Szene habe sich außerhalb des Strafraums abgespielt. Gemessen an den kaum hörbaren Protesten seiner Profis wirkten die Tiraden ohnehin ziemlich überzogen. Mainzer "Ohrenzeugen" berichteten zudem, der Berliner Andreas "Zecke" Neuendorf habe noch auf dem Spielfeld zugegeben, es habe sich um ein Foulspiel gehandelt.


Der Hauptdarsteller selbst äußerte sich kurz vor dem Rückflug am Flughafen Tegel, mit Abstand zum Geschehen, gegenüber der AZ zu der Szene - und das diplomatisch: "Ich war selber etwas überrascht über den Pfiff, denn das Foul war draußen und ich bin dann in den Strafraum gefallen." Von einer "Schwalbe" wollte der unbescholtene Linksverteidiger jedoch nichts hören: "Der Gegenspieler rechts trifft mich am Arm, der links ein, zwei Mal am Oberschenkel. Wenn man dann im vollen Tempo läuft, fällt man irgendwann einfach hin." Fazit: Es ist schon bei geringfügigeren Vergehen gepfiffen worden. Rose versicherte: "Es war sicher nicht so, dass da überhaupt nichts war..."


(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")


   
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