Zwei 05-Profis im Wartestand



Marco Rose und Bo Svensson schuften fürs Zweitliga-Comeback

Fußball-Zweitligist FSV Mainz 05 ist bisher gut durch die Vorbereitung für die kommende Saison gekommen. Gravierende Verletzungen gab es keine. Abseits vom Trainingsalltag quälen sich indes zwei Spieler für ihr Comeback, die beide vor Ehrgeiz brennen, aber noch Zeit benötigen: Marco Rose und Bo Svensson.

Von Roland Hessel

Die abgelaufene Zweitliga-Saison war definitiv nicht die von Rose und Svensson. Während Rose (31), der den Rundenbeginn aufgrund eines Mittelfußbruchs verpasst hat, dann immerhin auf 20 Einsätze kam, bevor ihn am vorletzten Spieltag einen Innenbandriss im Knie erneut außer Gefecht gesetzt hat, zogen sich die Achillessehnen-Probleme Svenssons (28) durch die ganze Spielzeit. Neunmal nur stand der Däne, der sich schon in der Saisonvorbereitung im vergangenen Sommer mit Problemen an der Sehne herumplagte, auf dem Platz, bevor er sich in Basel operieren lassen musste. Beide Routiniers befinden sich Aufbau-Training. Beide sehen sich auf einem guten Weg. Beide allerdings brauchen noch Zeit.

"Es geht mir gut", sagt Marco Rose, der seine siebte Saison für die Rheinhessen geht. "Ich befinde mich im Eingliederungstraining, habe auch heute früh auf dem Platz mit dem Ball gearbeitet", berichtet der Linksverteidiger, der einen Zeitplan für den Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining aber ablehnt. "Da etwas festzulegen, wäre albern. Ich muss die Belastung nach und nach steigern, ein Gefühl entwickeln. Und wann es so weit ist, richtet sich nach diesem Gefühl."

Der 31-Jährige verhehlt nicht, dass er nur allzu gerne mit ins Trainingslager nach Herzlake gefahren wäre. "Natürlich wäre ich da gerne dabei gewesen. Vor allem bei den Teambildungsmaßnahmen hätte ich mich sehr gut einbringen können. Aber es ging halt nunmal nicht. Ich will gesund werden und setzte mich nicht unter Druck." Weit weg von der Mannschaft sieht sich der Linksfuß eh nicht. "Ich habe an ein paar Sitzungen teilgenommen und mich im Training sehen lassen. Außerdem spreche ich natürlich mit den anderen Jungs." Auch mit dem neuen Coach Jörn Andersen, der sich über seinen Gesundheitszustand immer auf dem Laufenden hält, hat er sich schon unterhalten. "Ich kenne seine Ansprache."

Svensson in Basel

Während die Zeit, in der Rose wieder mit der Mannschaft trainieren kann, von Tag zu Tag näher zu rücken scheint, ist sie für Svensson noch ein gutes Stück entfernt. "Kein Sprint, keine Sprünge, nichts, was den Vorfuß belastet", umreißt der Däne, der vor einem Jahr mit großen Hoffnungen von Borussia Mönchengladbach an den Bruchweg gewechselt war, seinen derzeitigen Krankenstand. "Ich muss die Sehne belasten, darf sich aber nicht überlasten."

Svensson befand sich gestern in Basel, ließ sich - rund zwei Monate nach dem Eingriff - von seinem Operateur Dr. Bernhard Segesser durchchecken. "Er ist ein sehr kompetenter Arzt, und er sagt, dass es ganz gut aussieht", sieht der 28-jährige Innenverteidiger einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Wie Kollege Rose will aber auch er sich nicht festlegen, wann er wieder richtig mittun kann. "Es gibt nur einen Wunsch: Nämlich schnellstmöglich wieder einzusteigen. Wann das sein wird, weiß ich aber nicht."

Unterdessen quält sich der einmalige dänische Nationalspieler weiter fürs Comeback. "Die Reha ist wirklich nicht immer so lustig. Es geht zwar stetig nach vorne, aber auch immer wieder ein Stückchen zurück. Immerhin kann ich die Stabilisierungs-Übungen mittlerweile sehr gut absolvieren." Gegen den Ball getreten hat er auch schon. "Ein bisschen", wie er sagt. "Hin und her schieben und ein wenig passen geht. Mehr aber noch nicht."


(Quelle: "Allgemeine Zeitung Mainz")
   
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