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Rose: "Ich habe nun eine Aufgabe"
05-Linksverteidiger arbeitet intensiv am Comeback
MAINZ. Drei Wochen ist es her, dass sich Marco Rose im Testspiel gegen Hajduk Split den Mittelfuß brach und damit die Vorbereitung auf die neue Runde und einen Teil der neuen Zweitligasaison abhaken musste. Seit gestern bewegt sich der Linksverteidiger des FSV Mainz 05 wieder ganz ohne Gehhilfen und arbeitet voller Optimismus an seinem Comeback.
Der gestrige Montag war für Marco Rose ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zum Comeback. "Der erste Tag komplett ohne Gehhilfen", sagt der Linksverteidiger des FSV Mainz 05 erfreut. Wichtig deshalb, weil nun für den 30-Jährigen die aktive Zeit der Rehabilitation beginnt. "Jetzt habe ich eine Aufgabe", sagt Rose. Und die heißt: Möglichst bald soweit zu sein, um mit dem Lauftraining beginnen zu können. Das wird allerdings noch eine Weile dauern.
Am 9. Juli, im Testspiel gegen Hajduk Split (1:1), kam für Rose bereits nach 17 Minuten das Ende der Saisonvorbereitung. Der Verteidiger brach sich den rechten Mittelfußknochen, wurde ein paar Tage später in Straubing vom Spezialisten Dr. Thomas Buchorn operiert. "Ich kann es nicht so richtig sagen, wie lange das dauert", sagt Rose. "Bei dieser Art von Verletzung ist schon so viel passiert, dass mir das Gefühl für Prognosen fehlt." Der Leidensweg von Marek Mintal spukt natürlich auch in Roses Hinterkopf. Der Nürnberger Bundesligatorschützenkönig erlitt einen Mittelfußbruch, beim Comebackversuch dann gleich noch einmal und fiel ein ganzes Jahr lang aus. "Ich versuche mich darauf zu konzentrieren, dass es bei mir gut funktioniert und arbeite mich Schritt für Schritt nach vorne", sagt der 05-Profis.
Rose ist zufrieden mit dem bisherigen Heilungsverlauf, hat wenig Schmerzen, wie er sagt, und die Narbe sieht gut aus. "Die Muskulatur ist natürlich weg." Ab heute ist der Muskelaufbau ein Teil der Reha, die Rose im Ambulanten Reha- und Gesundheitszentrum Mombach absolviert. "Das steigert sich jetzt alles", sagt der Spieler. Ab jetzt geht's aufs Fahrrad, ins Wasser zum Aquajogging. Morgen erfolgt eine weitere Untersuchung in Straubing. "Da hole ich mir neue Instruktionen", erklärt Rose. "Ich hoffe, dass sich das alles schnell positiv entwickelt, damit ich relativ schnell wieder ins Lauftraining einsteigen kann. Im Moment bin ich optimistisch."
Marco Rose hat zuletzt zu Hause in Leipzig etwas Abstand von seiner Mannschaft genommen. "Ich glaube, dass war ganz gut so, eine Weile weg zu sein", sagt der 30-Jährige. Am Samstag vor acht Tagen zeigte sich der Linksverteidiger dann erstmals wieder den Kollegen - in Mühlhausen, beim 1:2 der 05er im Test gegen Rot-Weiß Erfurt. "Da habe ich gemerkt, wie sehr es kribbelt. Ich denke, wenn ich die ganze Zeit nah dran gewesen wäre, hätte ich mich verrückter gemacht als es gut gewesen wäre."
Mit der Intensität der Reha hat nun jedoch die Nähe zum Team wieder zugenommen. "Ich versuche jetzt so oft wie möglich bei den Jungs zu sein", erklärt Rose. Sein Gefühl, was die neue Zweitligamannschaft des FSV Mainz 05 betrifft, ist gut. "Ich habe einen sehr ordentlichen Eindruck von der Mannschaft", sagt er. "Es gibt keinen Grund euphorisch zu sein, es gibt aber auch keinen Grund zur Panik", betont Rose, "ich habe etliche Sachen gesehen, an denen wir arbeiten müssen." Doch insgesamt sieht der Linksverteidiger ein starkes Team zusammenwachsen.
Und für seinen Stellvertreter in der Defensiv-Viererkette erhofft sich der 05-Routinier viel Unterstützung von den Mainzer Fans. Christian Demirtas werde sich beweisen auf der ungewohnten Abwehrseite. Davon ist Marco Rose felsenfest überzeugt. "Der Demi packt das hundertprozentig. Natürlich wird auch mal ein Fehler passieren, aber das ist doch völlig normal. Wann spiele ich denn schon mal fehlerfrei?"
Jörg Schneider
(Quelle: "Mainzer Rhein-Zeitung")
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