|
 |
Marco Rose – Chef auf dem Abstellgleis...
..aber Vorfreude auf Nikola und das Baby
Von MIRKO FRANK
Er ist der heimliche Chef der Mannschaft. Nach Niederlagen stellt er sich, spricht Klartext.
Jetzt sitzt er plötzlich nur noch auf der Bank. Marco Rose (31) – Chef auf dem Abstellgleis! Zum Rückrundenstart in Koblenz musste der linke Verteidiger dem jungen Stefan Markolf (24) Platz machen. Frust? Ja, bestimmt. Aber er spricht nicht drüber. Rose: „Ich muss Gas geben, mich anbieten. Ich hoffe auf meine Chance. Ich mache das gerne, das ist mein Job.“
Fußballer-ABC, wenn man nicht spielt. Kennt man ja...
Dabei wollte sich Rose in der Vorbereitung wieder ins Team spielen. Die Hinrunde – eine Achterbahnfahrt. Verletzung in der Vorbereitung, starkes Comeback am 10. Spieltag. Leistungstief. Ab dem 15. Spieltag nur Ersatz. Davor anderthalb Jahre Stammspieler in der Bundesliga!
Vize-Kapitän Rose ist kein Stänkerer. „Es hatte sich schon im Training angedeutet, dass Stefan spielt.“ Und er lobt seinen Konkurrenten sogar: „Stefan hat ein gutes Spiel gemacht. Ja, ordentlich.“
Gab‘s ein persönliches Gespräch mit Klopp? „Nein.“
Enttäuscht darüber? „Kein Kommentar.“
Stammplatz weg, Rose bleibt trotzdem ruhig. Vielleicht liegt‘s ja daran: Er wird bald Papa! „Geburtstermin ist der 20. Februar.“ Mit Freundin Nikola Pietzsch (Ex-Handball-Nationalspielerin) bekommt er eine Tochter. „Das Kinderzimmer ist fast fertig. Es fehlen noch ein paar Schrauben am Wickeltisch, der gelieferte Schrank hatte einen Kratzer. Es ist alles in weiß-rosa gestrichen. Nikola geht es gut, das Kind liegt richtig.“
Roses Kumpel und WG-Partner Sandro Schwarz (Wehen Wiesbaden) packt derzeit schon seine Sachen. Rose: „Er sucht noch nach einer neuen Wohnung.“
Platz da - für Nikola und das Baby!

Foto: Alfred Harder
(Quelle: "BILD-Zeitung")
|
|
|
|