Mainz: Weigelt: "Rose macht seine Sache gut"



Es ging bergauf für Benjamin Weigelt. Stetig. 2004 wechselte der 23-Jährige vom Regionalligisten RW Essen in die Bundesliga zu Mainz 05. In der Rückrunde der vergangenen Saison wurde er Stammspieler. Im Sommer 2005 schnupperte Weigelt mit Mainz Europapokalluft und im November schließlich der Höhepunkt: ein 90-minütiger Einsatz für das DFB-Team 2006 in Österreich. Doch die Zeiten haben sich geändert.


Mittlerweile ist Weigelt nur noch Ersatzkraft in Mainz, seinen Stammplatz musste er im März nach schwachen Leistungen an Marco Rose abtreten. Erstmals spürte Weigelt Gegenwind. Doch der Linksfuß gibt sich selbstkritisch: "Das muss ich mir selbst ankreiden. Trainer Klopp hat ja auch nach schwachen Leistungen zunächst an mir festgehalten, ich konnte dennoch nicht überzeugen", so Weigelt. Eine "normale Phase" sei das jetzt. "Wenn man die Leistung nicht bringt, muss eben ein anderer ran."


So wie derzeit Mannschaftskamerad Marco Rose, der auch gegen Bayern München überzeugen konnte. Das findet auch Weigelt: "Er macht seine Sache gut. Es besteht gar kein Grund für Klopp zu wechseln." Lang genug hatte Rose auf seine Chance gewartet. Nachdem er im Februar 2005 nach einer krankheitsbedingten Pause den Stammplatz an Weigelt verloren hatte, fristete er ein ganzes Jahr ein Reservistendasein. "Das war nicht so einfach", sagt der 29-Jährige im Nachhinein. Doch genauso wie Konkurrent Weigelt sagt auch Rose: "Mein Einzelschicksal ist unwichtig. Wichtig ist allein der Klassenerhalt und dafür muss jeder alles unterordnen." Seit sieben Spielen darf Rose wieder über links rennen, grätschen und flanken. Verloren hat er dabei nur einmal. Eine positive Bilanz, die der gebürtige Leipziger in den letzten drei Partien gerne ausbauen würde.


Mounir Zitouni




(Quelle: "Kicker")
 
 
   
      Home | Autogrammadresse | Impressum